Good Bye, Lenin! | 
vergrössern | Regie: Wolfgang Becker Schauspieler: Daniel Bruehl, Katrin Sass, Chulpan Khamatova Studio: Warner Home Video
Kaufen Neu: EUR 0,01
Neu (10) Gebraucht (19) Sammlerstück (1) ab EUR 0,01
Bewertung: 103 Rezensionen Verkaufsrang: 1304
Format: Dolby, Pal, Surround Sound Sprache: Deutsch (Original Language) Bewertung: Freigegeben ab 6 Jahren Medium: Videokassette Laufzeit: 116 Minuten Versandgewicht: 0.6 Maße (innen): 7.8 x 5 x 1.3
EAN: 4012878121141 ASIN: B00008W41C
Freigabe-Datum: 2003 Veröffentlichung: September 18, 2003 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen Versand: Internationaler Versand möglich
| |
| Ähnliche Artikel:
|
| Redaktionelle Rezensionen:
Aus der Amazon.de-Redaktion Viele Jahre sind nun schon seit dem Fall der Mauer im Herbst 1989 vergangen. Genug Zeit, um mit einem gewissen Abstand auf die historischen Ereignisse zurueckblicken zu koennen und damit allen, Wessis wie Ossis, eine neue, aufschlussreiche Perspektive auf diese zu vermitteln. Und genau das ist jetzt dem Filmemacher Wolfgang Becker und seinem Drehbuchautor Bernd Lichtenberg mit IGood Bye, Lenin!/I geglueckt. Ihre Geschichte aus den Monaten, in denen alles viel schneller zusammenwuchs, als es sich je ein Mensch haette vorstellen koennen, wirft ein neues Licht auf die Wiedervereinigung und mehr noch auf all die chaotischen, oft auch widerstreitenden Gefuehle, die mit ihr einhergingen.P Christiane Kerner (Katrin Sass) ist gerade auf dem Weg zum Palast der Republik, um dort den 40. Geburtstag der DDR zu feiern, als sie mit ansehen muss, wie eine friedliche Demonstration von der Staatsmacht niedergepruegelt wird. Unter den Geschlagenen ist auch ihr Sohn Alex (Daniel Bruehl). Und man kann sich nicht sicher sein, was sie nun eigentlich haerter trifft: das Vorgehen der Volkspolizei oder vielleicht doch die Erkenntnis, dass ihr Sohn ihre Ideale nicht teilt. Noch bevor sie sich selbst darueber klar werden kann, erleidet sie einen Herzinfarkt und faellt ins Koma. Acht Monate spaeter wacht sie wie durch ein Wunder wieder auf. Nur ist die Welt nun eine andere. Die DDR ist Geschichte, und der Kapitalismus hat Ostberlin mit all seinen Markenprodukten im Sturm erobert. Das darf sie allerdings nicht erfahren. Schliesslich koennte sie jede Aufregung toeten. Und so beschliesst der 21-jaehrige Alex, ihr zusammen mit den anderen Mitgliedern der Familie vorzuspielen, dass die DDR noch immer existiert.P Die Idee, die DDR zumindest in den Waenden einer Wohnung und der Vorstellung einer Frau aufrechtzuerhalten, ist natuerlich der reinste Irrsinn, und doch hat sie etwas fuer sich. Eine absurde Komik geht von Alex' immer verzweifelteren und auch immer aussichtsloseren Versuchen aus, seine Scharade fortzufuehren. Aber so absurd ist sein Festhalten an der Vergangenheit letztlich gar nicht. Wenn er nur wenige Monate nach dem Fall der Mauer im Supermarkt nach alten DDR-Produkten sucht und nur Westwaren findet, stellt sich tatsaechlich die Frage, ob alles so kommen musste, wie es damals kam -- besonders, wenn man sich bewusst wird, dass seit einigen Jahren klassische Produkte der DDR durchaus ein Comeback erlebt haben. Aber Wolfgang Becker geht es bei diesen Szenen nicht um eine leere Nostalgie oder sentimentale Verklaerung. Er faengt vielmehr die Dynamik der Ereignisse ein und fuehrt uns vor Augen, wie wir damals alle von ihr ueberwaeltigt worden sind.P Wenn Daniel Bruehl mit einer an die Komik der Slapstick-Zeit erinnernden Besessenheit und Verzweiflung versucht, eine Luege zur Wahrheit werden zu lassen, dann ist es eben keine DDR-Nostalgie -- wie sie etwa Peter Timm in iDer Zimmerspringbrunnen/i liebevoll karikiert hat --, die ihn treibt. Er erschafft nur fuer seine Mutter und sich selbst eine andere, ideale DDR. In seinen Bemuehungen offenbart sich ein Traum von einem ganz anderen Deutschland jenseits der alten Kapitalismus-/Sozialismus-Modelle, an den nur 1989/90 niemand so recht glauben konnte. Am Ende muss Alex scheitern, aber das macht ihn laengst nicht zu einem Verlierer. Viel mehr noch als er haben all diejenigen verloren, die damals eine einmalige Chance verpasst haben. I--Sascha Westphal/I
|
| Kundenrezensionen: Gelesen 98 mehr Rezensionen...
Klasse Idee - wunderbar umgesetzt! November 4, 2008 Lilliana (Heilbronn) Vor Good Bye Lenin, stand ich dem Deutschen Film immer etwas skeptisch gegenueber, aber dieser Film hat mich besseres belehert. br /Das Leben in dieser Zeit ist derart authentisch dargestellt, dass man ohne Probleme meinen koennte, es waere Wirklichkeit. br /Good Bye Lenin verbindet Witz, Melancholie und Charme perfekt miteinander und bringt einen selbst zum Nachdenken. br /Auch die Schauspieler, vor allem Daniel Bruehl, passen perfekt und setzen ihre Charaktere gekonnt um. br /Mein Fazit ist, dass dieser Film gezeigt hat das es wirklich grosses Deutsches Kino gibt!
Charismatischer Hauptdarsteller - gute Geschichte September 10, 2008 Walter Hold (Wien) 1 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Daniel Bruehl ist ein charismatischer Schauspieler, er hat mir auch in diversen anderen Rollen gut gefallen. Die Geschichte ist originell und zugleich sehr tragisch. Der Fall der DDR aus der Sicht von Betroffenen, sehr empfehlenswert.
Auch ohne "Ostalgie-Infektion" ein toller Film August 27, 2008 Johanna Gassner (Garching/Alz, Bayern) 2 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
Vor ja nicht allzu langer Zeit zerbrach die Deutsche Demokratische Republik und der Osten Deutschlands wurde mit dem Westen vereinigt. Nun gut, das ist nicht die Hauptgeschichte von "Good bye, Lenin", aber ein wichtiger roter Faden hinter einer etwas schwierigen Geschichte: br /Drangsaliert von der Stasi und aus Angst, ihre zwei Kinder weggeben zu muessen gliedert sich eine Ostberlinerin voellig in die Politik der DDR ein. Kurz vor dem Mauerfall erleidet sie einen Herzinfarkt, sie liegt im Koma. Als sie nach langer Zeit wieder erwacht, steht die Mauer schon nicht mehr, doch darf sie das nicht erfahren, da sonst ein zweiter, diesmal toedlicher Herzinfarkt riskiert werden koennte. Der erwachsene Sohn setzt mit Hilfe seiner Schwester und seinen Freunden alles daran, wenigstens in der eigenen Wohnung fuer die Mutter die "heile Welt" aufrecht zu erhalten und das mit allen verfuegbaren Mitteln. br /Gut, man mag dem Film vorwerfen, dass die Story zu hanebuechen, zu unglaubwuerdig sei. Ob es ueberhaupt moeglich sei, einer Person wirklich verschweigen zu koennen, dass sich ein grosser politischer Wandel vollzogen hat. br /Doch ich muss zugeben, all das moechte man gern vergessen, waehrend man den Film sieht. Vielmehr ist "Good bye, Lenin" ein weiterer Beweis dafuer, dass doch noch deutsche Filme gemacht werden, fuer die es sich lohnt, ins Kino zu gehen oder den Fernseher einzuschalten. Darin steckt noch immer genug Unterhaltungswert und Herz drin, als dass man den Film voellig misslungen nennen koennte. br /Die Darsteller sind es schon mal, die den Film sympathisch machen: vor allem Daniel Bruehl in der Hauptrolle, aber auch die anderen Schauspieler lassen einen nicht kalt, sondern sind nachvollziehbare Charaktere mit Herzblut. Was mich auch freut: kein Til Schweiger, keine Veronica Ferres, keine Heike Makatsch...in Sicht, alles Gestalten, die man ohnehin schon so oft in anderen deutschen Produktionen sehen muss. br /Ein weiterer Pluspunkt: der Soundtrack von Yann Tiersen, der bereits zu "Die fabelhafte Welt der Amelie" die Filmmusik schrieb (ein Stueck daraus ist sogar in "Good bye, Lenin" zu hoeren, wenn die Familie sich im Trabant auf den Weg zur "Datsche" macht). Stimmungsvoll, ohne protzig zu wirken und still, wo es sein muss. So musses sein! br /Aber last but not least ist die Ost/West-Stimmung im Film zu erwaehnen: gut, ich kenne die DDR nur aus Erzaehlungen und ich selbst war grad mal 1 oder 2 Jahre nach der Wiedervereinigung zum ersten Mal dort, aber die "deutsch demokratische Stimmung" kommt fuer mich dennoch rueber, ob nun in den Rueckblenden oder in den Szenen in der Wohnung, wo fuer die Mutter noch alles "zurueck zum Alten" umgebaut wurde. br /Immer wieder zwischendurch: Witz und Humor ohne unrealistischen oder platten Slapstick und praktisch zotenfrei. Auch etwas Besonderes in der heutigen Filmlandschaft. br /Das Ende geriet etwas irritierend, ist aber so an sich akzeptabel. br /Ich besitze persoenlich nur die einfache Version, dementsprechend kann ich nur zu ihr etwas schreiben. Schon das Wort "einfach" duerfte verraten, wie es mit den Extras aussieht: nicht gerade viel, ein Mini-Making-Of, das haelt, was der Titel verspricht, einen Trailer, einen Teaser, eine immerhin informationsreiche Zeittafel zu den letzten Jahren der DDR und Biografie-Texte zu den Darstellern. Nicht sehr viel, geht aber noch. Vor allem bei animierten DVD-Menues und einer Blindenfassung fuer Sehbehinderte (selbstverstaendlich gibt's auch Untertitel bei Bedarf).
positiv ueberrascht März 10, 2008 Alphawoelfchen (Germany) Ein liebenswerter und informativer Film. Ich hatte lange gezoegert, ihn mir anzusehen, da mich die meisten deutschen Filme anoeden, doch dieser ist in seiner intelligenten Tragikomik eine positive Ueberraschung. br / br /
Schoener Film August 23, 2007 chrissiHRO (Klink) 2 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieser Film hat mich sehr zum nachdenken angeregt. Ich br /finde es so schoen, wie sich die Kinder um ihre Mutter br /bemuehen, dass es ihr gut geht. Die ganzen Dinge die br /organisiert werden um der Mutter glauben zu machen die br /DDR existiere noch. br / br /Die Mutter bemerkt es zwar nicht gleich, ich denke aber br /jedoch. Sie muss es bemerkt haben. Sie wollte ihren br /Kindern aber nicht den Spass verderben. Ein gelungener br /Film. Wohlverdiente 5 Punkte.
|
|
|